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Geschichtlicher Überblick
Das Kloster Oberalteich wurde um das Jahr 1080 durch die Grafen Friedrich und Aswin von Bogen gegründet. Die Klostertradition aber nahm von jeher als Gründungsjahr das Jahr 731 an und als Stifter den Bayernherzog Odilo in Verbindung mit dem hl. Pirminus vom Kloster Reichenau am Bodensee. Mag der Historiker diese sogenante "erste Gründung" als wissenschaftlich nicht haltbar ablehnen, Tatsache ist jedenfalls, daß das Kloster im Jahre 1731 eine sehr pompöse Jahrtausendfeier veranstaltete und den Akt der agilofingischen Klostergründung im vorderen Hauptfresko der Kirche im Bilde festgehalten hat. Auch die Inschrift auf der Tafel über dem Portal in der Kirche nennt den Herzog Odilo als Gründer und das Gründungjahr 731. Wahrscheinlich war Oberalteich der äußere Punkt der Niederalteicher Besitzungen und es mag hier schon bald eine kleine mönchische Niederlassung entstanden sein. Des weiteren weiß die Überlieferung zu erzählen, daß das Kloster im Jahre 907 von den Ungarn zerstört wurde, nachdem die wilden Horden den Heerbann Luitpolds des Schyren, der sich ihnen an der Enns entgegenstellte, überrannt hatten und die Donau herauf gegen Westen vordrangen. Von 907 bis um 1100 habe das Kloster in Schutt und Asche gelegen, bis es dann durch die Grafen von Bogen zu neuem Leben erweckt worden sei.
Auf die geschichtlichen Vorgänge bezieht sich die Darstellung im westlichen Drittel des Mittelschiffgewölbes. Im Jahre 1261 klopft ein junger schwäbischer Ritter an der Klosterpforte an und bittet um Aufnahme in die klösterliche Gemeinschaft. Es ist Albertus von Zollern-Haigerloch, der nachmalige Mönch und Prior, der nach 50jähriger segensreicher Wirksamkeit am 26. November 1311 im Alter von 72 Jahren im Ruf der Heiligkeit gestorben ist. Er begründete die Oberalteicher Schreiberschule und organisierte die Leprosenseelsorge. Sein Hochgrab befindet sich in der Joseph-Kapelle der Kirche.
Von 1622 bis 1630 baut Abt Vitus Höser (1610 bis 1634) die Kirche, nachdem er bereits 1614 bis 1618 das Kloster in seiner Gestalt hatte erstehen lassen. 1632 kommen die Schweden und verwüsten das Kloster und rauben es aus. Nur langsam erholt es sich wieder von den erlittenen Schäden.
Im Jahre 1731 feiert das Kloster das Kloster das bereits oben erwähnte "Jahrtausend seines Bestehens". Abt Dominikus Perger beginnt schon 1726 mit den Vorbereitungen zum Feste. Die Kirche wird renoviert und wie es bei Hemmauer (2) heißt: "Das vorig hundertjährige Fresko samt der Stukador heruntergebeckt und alle Anstalten gemacht, künftiges Frühjahr mit neuen Fresko das ganze Gotteshaus zu renovieren." Auch die gesamte Einrichtung der Kirche wird erneuert und dem Stil der Zeit angepasst. Die ursprünglichen Rundbogenfenster bekommen ihre barockgeschweiften Formen."